Backup + Datensicherung spart Geld und Nervern

Backup + Datensicherung spart Geld und Nervern
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Wieder einmal möche ich über das Thema Backup und Datensicherung schreiben. Dazu habe ich auch schon öfters Aktionen angeboten, um nach kurzer Systemanalyse ein automatisches Backup einzurichten.

Das ist nicht teuer spart aber Geld und Nerven. Prinzipiell unterscheidet man 2 Arten von Backups:

Systembackup für Betriebssysteme und Programme, die den Rechner betreiben und Dienste und Applikationen ( wie Office, Webbrowser, mail usw.) zur Verfügung stellen und Datenbackup  (Daten sind im Verlusfall unwiederbringlich verloren, wie Bilder, Maildaten, Dokumente, Tabellen, Datenbanken).

Systembackup: Das Betriebssystem und die installierten Programme werden gesichert.

Wenn also der Rechner aus Softwaregründen z.B. wegen eines missglückten Updates / Rollbacks oder wegen Malware/Viren/Trojaner-Befall oder aus Hardwaregründen (z.B. defekte Festplatte) nicht mehr starten kann, kann man mit einem Start-USB-Stick und dem Sicherungslaufwerk sofort wieder den funktuionierenden Rechner (auf einer anderen oder gleichen Hardware / virtuell) herstellen.

Gibt es kein Systembackup, so bleibt nur über, das Betriebssystem entweder durch Rücksspielung einer Systembildabsicherung zu reparieren oder (wenn dies fehlschlägt) neu zu installieren. Der Rechner kann dann wieder starten (booten) nur sind die Updates neu zu machen, die Systemtreiber neu zu installieren und auch die Programme neu zu installieren (die ja im „alten“ Betriebssystem eingerichtet waren).

Datenbackup: Daten (Files) werden gesichert.

Also Ihre Daten wie Bilder, Mail, Grafiken, Dokumente, Tabellen. Damit kann man den Rechner und die Programme nicht mehr zum Laufen bringen, aber die erstellten Daten sind nicht verloren und können z.B. auf einem anderen Rechner eingespielt werden.

 

Günstigstenfalls verwendet man ein Gesamtbackup, mit dem man sowohl das System, als auch die Daten (auf den Tag genau) wiederherstellen kann. Unten im Bild der Veeam Agent für Endpoints (hardwarebasierte, nicht virtuelle Rechner). Backups können automatisch um eine bestimmte Zeit gestartet werden, oder wenn das konfigurierte Backuplaufverk verbunden wird.

Gegen Crypto Trojaner empfiehlt sich das Laufwerk nach dem Backupvorgang zu entfernen, bzw. den automatischen Aufwurf nach dem Backup zu aktivieren. Ein Linux USB-Boot Stick sollte auf jeden Fall erstellt werden, um den Rechner bei Startproblemen so weit starten zu können, dass die Backups zurückgespielt werden können. Hier ist manchmal auch die betreffende Bootreihenfolge im BIOS des Rechners zu ändern.

2 Kommentare


  1. Manchmal höre ich Klagen bez Veeam Backup, welches Backups auf physikalischen Maschinen (Endpoints) macht, dass sich Systembackups, nach dem Austausch der defekten Festplatte auf eine kleinere Festplatte (z.B. wenn auf SSD umgestiegen wird) nicht mehr zurückspielen lassen obwohl der Speicherverbrauch der frühren Festplatte unter der Größe der neuen Festplatte liegt.

    Beispiel: Ich möchte also eine 1 TB Festplatte, auf der 1/4 belegt war (250 GB) auf eine neue 500GB SDD rückspielen… kann aber muss nicht gehen, das liegt nicht an Veeam sondern an Windows und der Fragmentierung. Du kannst das leicht selbst testen, wenn Du unter Windows die Platte nicht mehr weiter als bis zu einer gewissen Größe verkleinern kannst (und was anderes nutzt auch Veeam nicht) dann ist die Rückspielung nicht mehr möglich… Ältere Kollegen können sich sicher noch an die DOS Zeit erinnern, man musste laufen Defragmentierungsprogramme über die Festplatte laufen lassen, die die einzelnen Datenblöcke wieder aneinderreihte und die Löcher (Fragmentierung) wieder schloss – das macht man damals wegen der Geschwindigkeit.Wenn wir jetzt wieder auf das Backup-Problem zurückkommen, wenn eine unverückbare Datei, wie z.B. die Auslagerungsdatei Pagefile.sys im Weg steht, kann Windows die Platte nur bis zu dieser Stelle verkleinern. Da hilft auch kein defrag c:

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  2. Probleme kann es auch bei Systemplatten geben, die über mehrere Partitionen (HP macht das gerne, viele Partitionen in der HP eigene Sachen für den Start oder das HP-eigene Backup liegen) vielleicht teilweise sogar noch versteckt – liegen. Das Backup lässt sich dann zwar Rückspielen der Rechner versucht zu booten und zu starten und hängt sich anschließend auf…Fazit: Immer auch Datenbackups machen, die sind nicht notwendig, wenn sich mit Veeam oder anderen Backupprogrammen die sowohl System als auch Daten sichern alles problemlos zurückspielen lässt, falls das nicht klappt hat man aber immer noch die SQL-Datenbanken und die Files in der Sicherung.
    Tipp: Gute Erfahrungen (besonders beim Datenbackup von Branchensoftware, die meist aus MS SQL-Datenbanken + Datenordnern auf Filebene) besteht habe ich mt SQLBackupANDFTP gemacht… man kann laufende SQL-Server damit Backupen, Files werden gezipt (Tipp: verwende 7Zip) und entweder auf FTP oder Cloud oder Datenlaufwerke gespielt….

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